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Sancta-Colonia-Typ

Mittelalterlicher Rückseitentyp der Agrippiner und deren Nachahmungen und Beischläge. Die Kölner Denare tragen die folgende dreizeilige Aufschrift: Ein mit einem waagrechten Strich versehenes S/COLONIA/A oder später AG (Sancta Colonia Agrippina). Der Typus soll aus der Zeit Ludwigs IV. (900-911 n. Chr.) stammen, der als Kind zum letzten karolingischen König (900-911 n. Chr.) in Deutschland gesalbt wurde. Konrad I. (911-918 n. Chr.) und Heinrich I. (919-936 n. Chr.) haben keine Kölner Pfennige geprägt, sodass der Typ erst in ottonischer Zeit gesichert ist. Zwischen 940/950 und 1024 n. Chr. wurde der bedeutende Typ in Köln selbst in großen Mengen ausgeprägt und von vielen Münzstätten nachgeahmt oder übernommen. Die Aufschriften der Lütticher (S/LEDGI/A) und Cambrayer Pfennige (S/ODDO RE/A) orientierten sich daran. In zahlreichen Münzstätten in Westfalen (vor allem in der Münzstätte Soest der Kölner Erzbischöfe) bis ins entfernte Bremen (S/BREMA/A) oder Halberstadt (HALBER/STE/+DI) wurde der Typ (zum Teil noch bis ins 12. Jh.) nachgeahmt.

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