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Saigern

Auch seigern, ist ein aus dem Mittelalter stammender Ausdruck für das Aussondern von Münzen. Das Wort ist vom mhd. seigen (senken, neigen) abgeleitet und bedeutete zunächst soviel wie wiegen. Der Saiger war im Mittelalter eine Feinwaage, die der Münzmeister zum Wiegen und Justieren der Münzen benutzte. Früher justierte man die Kleinmünzen al marco, d.h. die vorgeschriebene Anzahl der Münzen, die auf eine Gewichtsmark gingen, wurde gemeinsam gewogen. Dadurch stimmte das Durchschnittsgewicht, das Gewicht der einzelnen Exemplare schwankte, was dazu ausgenutzt wurde, die schwereren Stücke aussondern, zurückzuhalten und von Zeit zu Zeit einzuschmelzen, um am Silberwert Gewinn zu machen. Dieser als Saigern bezeichnete Vorgang schädigte das mittelalterliche Münzwesen, denn dadurch verblieben nur die leichteren Stücke im Umlauf - ein Umstand, der zur ständigen Verschlechterung des Münzfußes beitrug. Das Saigern war verboten und wurde mit strengen Strafen und Sanktionen belegt, so durften z.B. zeitweise nur Münzmeister Fein- und Münzwaagen besitzen. Aber die Unsitte des Saigerns verbreitete sich auch in den Münzstätten selbst und war zur Kipper- und Wipperzeit weit verbreitet.

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