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Sachsenpfennige

Anonyme mittelalterliche Pfennige aus dem 10. und 11. Jh., die - neben Otto-Adelheid-Pfennigen - die häufigst gefundenen Pfennigmünzen ihrer Zeit sind. Neuerdings werden sie auch Hochrandpfennige genannt, aufgrund ihres hohen aufgebörtelten Randes. In der älteren numismatischen Literatur werden sie als Wendenpfennige bezeichnet, da sie häufig in den von Wenden und anderen slawischen Völkern besiedelten Gebieten gefunden wurden. Ursprünglich stammten sie nicht von den Wenden, die damals keine Christen waren, denn sie zeigen eindeutig christliche Symbole. Vermutlich dienten sie nicht nur dem Fernhandel mit den Westslawen, sondern auch dem Binnenhandel. Sie sind aus sächsischem Silber ausgemünzt worden, das wohl aus dem Harz stammte, als Prägezentrum wird Magdeburg angesehen. Später beteiligten sich auch noch andere (u.a. kirchliche) Münzstätten an der Prägung, denn das Prägezentrum wurde wohl mit dem Slawenaufstand 983 v. Chr. zunächst weitgehend lahmgelegt und es entstand mit denOtto-Adelheid-Pfennigen eine neue Münzsorte, die für den Wikingerhandel wichtig wurde. 
Die älteren und im Durchmesser größeren Sachsenpfennige (um 18 mm) aus dem 10. Jh. zeigen auf den Vs.n ein stilisiertes Kirchengebäude, die Rs.n zeigen ein Kreuz mit Kugeln in den Winkeln. Anstelle der "Umschrift" finden sich häufig Trugschriften in Form von Strichen (Keilen). Die anonymen Stücke wurden früher Heinrich I. (919-936) zugeschrieben, sind aber wohl nicht vor der Mitte des 10. Jh.s geschlagen worden und werden heute in die Zeit der Ottonen datiert (936-1002 v. Chr.). Manche sind mit dem Namen des Königs (und Kaisers) O-D-D-O oder O-T-T-O beschriftet, der oft quer über das Münzfeld läuft. Es ist aber nahezu unmöglich zu bestimmen, ob sie unter Otto I. (936-973), Otto II. (973-983) oder Otto III. (983-1002) geschlagen wurden. Die späteren Sachsenpfennige aus dem 11. Jh. sind im Durchmesser kleiner (bis 10 mm). Es handelt sich wohl in der Mehrzahl um Beischläge, die von Wenden zwischen Elbe und Oder und auch in Polen und Schlesien angefertigt wurden.

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