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Oktadrachmen

1. Griechische Silbermünzen zu 8 Drachmen, die im ausgehenden 6. Jh. bis in das erste Viertel des 5. Jh.s v. Chr. im makedonisch-thrakischen Raum gemünzt wurden. Auch Alexander I. von Makedonien ließ nach 480 v. Chr. noch Oktadrachmen in phönikischem Münzfuß (im Gewicht von etwa 28,8 g) ausgeben, so in der Stadt Abdera. Geringfügig leichter waren die Oktadrachmen der (phönikischen) Stadt Sidon, die etwa seit 480 v. Chr. ausgemünzt wurden. 

2. Die in Ägypten herrschende Dynastie der Ptolemäer ließ im 3. und 2. Jh. v. Chr. goldene Oktadrachmen im Gewicht von 27,8 g schlagen. Die ersten einfachen und nur in zwei Exemplaren bekannten doppelten (Gewicht ca. 55,55 g) Oktadrachmen sind nach dem Tod (270 v. Chr.) von Arsinoe II., der Schwestergemahlin von Ptolemaios II. "Philadelphos" entstanden. Sie zeigen auf den Vs.n das verschleierte Kopfbild der vergöttlichten Königin mit Stephane und Zepter, auf den Rs.n die einfache bzw. doppelte Cornucopia. Eine der wertvollsten Oktadrachmen zeigt auf der Vs. die Büste der Gattin von Ptolemaios III. (246-221 v. Chr.), Berenike II. mit Diadem und Schleier, auf der Rs. die Cornucopia. Es gibt auch goldene Oktadrachmen mit den Büsten von Arsinoe, Arsinoe II. und Kleopatra I. (einzigartig).