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Österreichisch-Böhmischer Kreis

Der Riesenkomplex des Römisch-Deutschen-Reichs (RDR) wurde in Reichskreise eingeteilt, die manchmal auch von der Numismatik übernommen werden, um münzgeschichtlich differenzierter vorgehen zu können, als das eine bloße alphabetische Auflistung aller Münzstände ermöglichen könnte. Die Aufzählung der folgenden Münzstände richtet sich nach der Einteilung in 11 Reichskreise (gemäß dem Reichstagsbeschluss zu Worms 1521). Grob lässt sich die Münzprägung des Österreichisch-Böhmischen Kreises in die Prägungen des Hauses Österreich (Habsburg) und der Neufürsten einteilen. Die Besitzungen des Hauses Österreich gingen über die Grenzen des Römisch-Deutschen Reiches hinaus. Zu den Habsburger Münzständen innerhalb der Reichsgrenzen zählten die Prägungen des Königreichs Böhmen (nicht eingekreist), des Erzherzogtums Österreich (Nieder- und Oberösterreich), der Herzogtümer Steiermark, Kärnten, Krain und Schlesien (nicht eingekreist, seit 1742 preußisch), der Grafschaften Görz und Tirol, der Markgrafschaft Mähren (nicht eingekreist) und Prägungen verstreuter Besitzungen der Habsburger im Elsass und Süddeutschland, die unter der Bezeichnung Vorderösterreich zusammengefasst werden. Numismatisch bedeutsam waren die Talermünzen der Grafen Schlick (1519-1767) aus Joachimsthal. 
Außerdem zählten die Prägungen der Bistümer von Brixen, Gurk, Laibach (heute Ljubljana), Ölmütz (seit 1777 Erzbistum) und Trient sowie des Erzbischofs von Wien, Christoph von Migazzi, zu dem Reichskreis. Dazu gehören ebenfalls dieNeufürsten von Auersperg (1654-1805), Batthyani (1764-1791), Colloredo-Mansfeld (1792), die gräfliche (1638-1732) und fürstliche (1695/96) Linie von Dietrichstein, die Fürsten von Eggenberg (1625-1688), Fürst Esterhazy (1770), Albrecht von Wallenstein (1626-1634), Khevenhüller-Metsch (1761-1771), Lobkowitz (1794) sowie Orsini-Rosenberg (1793), Paar (1771/81/94), Porcia-Ortenburg, Widmann-Ortenburg (1656-58), die Grafen von Sinzendorf (1676-1753), Sprinzenstein (1705, 1717), Trautson (1615-1719), Windischgrätz (1732, 1777) und Zrinyi (1521-34). Schließlich prägte die böhmische Stadt Eger Belagerungsmünzen (ca. 1505-1520, 1743).

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