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Neufürsten

Im Unterschied zu den Altfürsten werden diejenigen Fürsten Neufürsten genannt, die erst nach dem Reichstag zu Augsburg 1582 gefürstet wurden. Auf dem Reichstag zu Augsburg wurde festgesetzt, welche Fürstenhäuser im Reichsfürstenrat saßen, die Reichstagsstimme wurde an das Territorium geknüpft (Territorialstaaten). Die später hinzukommenden Fürsten wurden als rangniedriger angesehen als die altfürstlichen Häuser. Zu den Neufürsten zählten u.a. das Haus Auersperg, Fürstenberg, Hohenzollern, Liechtenstein, Nassau, Sayn, Solms, Schwarzburg, Schwarzenberg, Thurn und Taxis, Waldeck und die Fugger. In alten numismatischen Katalogen wurden oft die Münzen der Neufürsten getrennt von den Altfürstlichen aufgeführt. Manche Sammler spezialisierten sich auf neufürstliche Prägungen, die teilweise sehr selten sind. Es handelt sich um Repräsentationsprägungen, die oft nur ausgegeben wurden, um die fürstliche Souveränität zu dokumentieren.