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Obolos

1. Altgriechische Kleinmünze, das Sechstel der Drachme. Der Ausdruck soll sich über die Bezeichnung "Obelos" (eiserner oder bronzener Bratspieß) gebildet haben. Solche Spießchen haben bei den alten Griechen wohl als Gerätegeld gedient, vor allem auf dem Peloponnes. In Gräbern und im Heraheiligtum (Votivfunde) von Argos gefundene Spieße aus dem 8. und 7. Jh. v. Chr. sind als Gerätegeld zweier Entwicklungsstufen (verschieden in Gewicht und Größe) gedeutet worden. Da sechs Spießchen mit der Hand umfasst werden konnten, behielt der sechste Teil der Drachme den Namen Obelos, später Obolos, bei.
Silberne Oboloi werden in nahezu allen Regionen der griechischen Welt ausgeprägt, wenn auch in unterschiedlichen Münzfüßen; im attischen Münzfuß betrug der Silbergehalt 0,73 g. In Athen ist das Nominal durch vier Mondsicheln auf der Rs. kenntlich, in Syrakus zeigt die Münzsorte ein Rad. Später wurden die Oboloi auch in Bronze ausgeprägt, in einigen Regionen tragen sie auch Wertbezeichnungen, wie der Obolos aus Metapont im 3. Jh. v. Chr. 

2. In der Neuzeit tragen die 1819 geprägten Münzen der Ionischen Inseln, die 1809 bis 1863 unter dem Protektorat Großbritanniens standen, die Wertbezeichnung Obolos. Kupfermünzen zu 5 Lepta des Königreichs Griechenland waren zwischen 1869 und 1882 mit der Aufschrift "OBOLON" auf der Rs. versehen, die Stücke zu 10 Lepta trugen die Aufschrift "DIOBOLON". Die Bezeichnung konnte sich aber nicht durchsetzen.

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