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Nimbiert

Der Heiligenschein (vom lat. nimbus = Wolke) spielt in der christlichen Kunst eine große Rolle. Er umhüllt den Kopf von Christus, Maria, den Aposteln und Heiligen. Schon in der Antike umgab ein Strahlenkranz als Zeichen der Erhabenheit die Götter, Heroen und Herrscher. Seit der konstantinischen Zeit wurde der Strahlen- oder Lichtschein zunächst für Christus benutzt, später auch für biblische Figuren, Märtyrer, Heilige, kirchliche Würdenträger und Herrscher auf christlichen Kunstwerken. Für Christus wurde dann häufig der Kreuz-Nimbus (mit einem Kreuz belegt) verwendet, wie er oft auf byzantinischen Münzen zu sehen ist. Der Nimbus ist meist rund, kommt aber auch in eckiger Form vor. Das Dreieck um das Auge Gottes stellt auch eine Form des Nimbus dar. Wenn der Heiligenschein den ganzen Körper der Figur umhüllt, wird er Aureole (runde Form) oder Mandorla (spitzovale Form) genannt.
In der numismatischen Literatur erscheint oft der Ausdruck "nimbiert", wenn im Münzbild der Kopf eines Heiligen mit Nimbus dargestellt ist. So zeigt beispielsweise der über Jahrhunderte geprägte venezianische Zecchino auf der Vs. den Dogen, kniend vor Sankt Markus, nimbiert; die Rs. Christus nimbiert in der Mandorla. Besonders in der mittelalterlichen Heraldik sind Lebewesen als Symbol für Heilige nimbiert dargestellt, wie z.B. das Osterlamm (im Wappen des Bistums Brixen), der Reichsadler (Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation) und der Markuslöwe (Venedig).

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