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Näpfchenheller

Umgangssprachliche Bezeichnung in Sachsen für geringhaltige Hohlringheller aus Billon und Kupfer, die im 17. Jh. als kleinste Scheidemünzen umliefen. Die dünnen Blechmünzen aus fast reinem Kupfer mit einem Durchmesser unter 10 mm wogen in der Regel unter 0,2 g. Zu den Näpfchenhellern zählen auch die späten Kölner Möhrchen. In zweiten Hälfte des 17. Jh.s wurden sie in Massen - wohl in hessischen Heckenmünzen um Frankfurt - geschlagen und in die armen Gegenden Thüringens und Sachsens exportiert; im Erzgebirge wurden sie zur "Landplage", wie die Kirchen beim Betrachten der Klingelbeutel klagten. Die einseitigen, absichtlich undeutlichen Darstellungen zeigen missbräuchliche Nachahmungen der Wappen der Grafen von Sayn-Wittgenstein, Solms und Nassau-Holzappel. Ein Teil der schlechten Sorte wird dem Münzmeister Paul Heuser der Münzstätte Hohensolms zugeschrieben.

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