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Jeton

Ursprünglich eigentlich Auswurfmünzen, die zum Gedenken an Krönungen und große Feierlichkeiten aufbewahrt wurden. Seit der Mitte des 13. Jh.s wurden in Frankreich sog. "Gectoirs" hergestellt, seit dem 16. Jh. Jetons genannt. Die Darstellungen auf den Jetons waren den Münzbildern häufig zum Verwechseln ähnlich, die Jetons bestanden jedoch aus unedlen Metallen (Kupfer und Legierungen). Das Wort leitet sich von frz. jeter (werfen) ab. Die Jetons stellen eine dem Rechenpfennig verwandte typisch französische Erscheinung dar. Ihre Funktion ging über die Verwendung als Rechenpfennig hinaus. Sie waren auch Ausweismarken in metallischer Form. Die großen Pariser Gilden und Körperschaften hatten ihren eigenen Typ. Im 17. Jh. wurden in großem Stil goldene und silberne Jetons für Beamte der Ministerien als Bonus verteilt. An den Trésor Royal gingen im Neujahr 1683 allein 800 goldene und 26.000 silberne Jetons. Von Frankreich aus ging die Herstellung der Jetons auch auf die britische Insel über, wo ihre Benutzung als Spielmarken beliebt war.