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Glückstaler

Sammelbezeichnung für Münzen mit dem Motiv der Fortuna als Sinnbild für Glück auf Einfach- und Mehrfachtalern aus der ersten Hälfte des 17. Jh.s. Die Vorliebe für allegorische Darstellungen auf Münzbildern entsprach durchaus dem Zeitgeist des Barock. Die Glücksgöttin ist häufig nach antikem Vorbild auf einer Kugel mit gespanntem Segel dargestellt. Hier einige Beispiele: 

1. Eine der frühesten Zeugnisse stellen die mecklenburg-schwerinischen Schautaler und Taler des Herzogs Adolf Friedrich (1592-1658) aus den Jahren 1612/13 aus der Münzstätte Gadebusch dar. Viele Vs.n der Stücke zeigen das Brustbild des Fürsten, die Rs.n die Glücksgöttin.

2. Der dänische König Christian IV. ließ 1620-1646 die Glücksgöttin auf den Rs.n der in Glücksburg (Holstein) geprägten Taler darstellen. Die Vs.n zeigen den stehenden König oder dessen Brustbild.

3. Berühmt sind die zweifachen und 1 1/4-fachen Ausbeutetaler des glücklosen Herzogs Friedrich Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1613-1634) aus dem Silber der Grube Andreasberg. Sie zeigen auf der Vs. die Glücksgöttin mit Segel, umschriftlich IHR LEUTE ALLE VIER WAS IHR SUCHT DAS FINDT IHR HIER. Die andere Seite zeigt Szenen der Jagd, des Fischfangs, der Landwirtschaft und des Hüttenwesens.

1 1/4 Glückstaler des Herzogs Friedrich Ulrich (1613-1634)