Das große Reppa Münzen-Lexikon
Euro-Starterkits
Euro-Starterkits wurden ab dem 17. Dezember 2001 – einige Wochen vor der offiziellen Einführung des Euros als Bargeld – von den europäischen Banken herausgegeben, um die Einführung des Euros als gemeinsame neue Währung einzuleiten. Die Starterkits wurden entwickelt, um den Bürgern das neue Währungssystem näherzubringen und ihnen eine gewisse Menge an Münzen vor der offiziellen Einführung zur Verfügung zu stellen. Diese Kits enthielten eine Auswahl an Euro-Münzen, die insgesamt einen kleinen Betrag in Euro repräsentierten. Sie waren in verschiedenen Banken, Postämtern und manchmal auch in anderen öffentlichen Einrichtungen erhältlich. Dabei hatte jedes Land, das den Euro einführte, eigene Versionen der Euro-Starterkits. Daher unterschied sich auch die Zusammensetzung und der Gesamtwert der Münzen in den Kits von Land zu Land.
Die Gestaltung der Rückseiten der Münzen waren dabei nationalen Motiven vorbehalten, während die Vorderseiten in alle Euro-Staaten einheitlich waren: Auf den 1-, 2- und 5-Cent-Münzen symbolisieren Landkarten Europa in der Welt und das Zusammenwachsen Europas. Auf den 10-, 20- und 50-Cent-Münzen sind die Staaten noch getrennt dargestellt, auf den 1- und 2-Euro-Münzen bereits zusammenhängend. Darüber hinaus sind auf allen Münzen 12 Sterne als Symbol für Europa abgebildet. Die Entwürfe der internationalen standardisierten Vorderseiten wurden von dem Belgier Luc Luyckx entwickelt. Seit dem 1. Januar 2002 ist der Euro die gemeinsame Währung der sogenannten Eurozone.
Mit der Erweiterung der Eurozone wurden auch in den neuen Mitgliedsländern Starterkits ausgegeben, um den Übergang zur Euro-Währung zu erleichtern. Bei Ihrem Münzversandhaus Reppa finden Sie passende Euro-Starterkits für die neuesten Mitglieder der Eurozone. So zum Beispiel auch das Euro-Starterkit Kroatien 2023.
Euro Starterkit aus Deutschland
Im Zuge der Währungsreform in Deutschland ersetzte der Euro die Deutsche Mark. Die Starterkits mit den ersten neuen Münzen der neuen Währung konnten für 20 D-Mark erworben werden und enthielten einen Nominalwert von 10,23 Euro, welcher sich aus folgenden Münzen zusammensetzte:
- zwei Zwei-Euro-Münzen
- drei Ein-Euro-Münzen
- vier 50-Cent-Münzen
- vier 20-Cent-Münzen
- drei 10-Cent-Münzen
- zwei Fünf-Cent-Münzen
- ein Zwei-Cent-Stück
- ein Ein-Cent-Stück
Bei der Gestaltung der nationalen Seite wählte ein Gremium aus Sachverständigen die drei verschiedenen Entwürfe der Euro-Münzen. Die deutschen 1-, 2- und 5-Cent-Münzen, auf denen Eichenlaub abgebildet ist, entwirft Rolf Lederbogen. Die 10-, 20- und 50-Cent-Münzen stammen von Reinhart Heinsdorff und zeigen das Brandenburger Tor. Die 1- und 2-Euro-Münzen werden von Heinz Hoyer und Sneschana Russewa-Hoyer entworfen. Sie zeigen den Bundesadler.
Heutiger Sammlerwert der Euro-Starterkits
Neben ihrem praktischen Zweck wurden die Euro-Starterkits schnell zu beliebten Sammlerstücken. Einige Kits, insbesondere solche in limitierter Auflage oder mit speziellen Verpackungen, können heute bei Sammlern höhere Werte erzielen.
Euro-Starterkits mit hohem Sammlerwert
Speziell die Euro-Starterkits aus den Zwergstaaten freuen sich zunehmender Beliebtheit. Vor allem Kits aus Monaco und dem Vatikan gelten als Rarität. Der Grund hierfür ist die kleine Auflage der herausgegeben Starterkits, welche mit der geringen Bevölkerungszahl der beiden Länder zu begründen ist. Im ungeöffneten Zustand werden die Euro-Starterkits aus Monaco für teils 500 Euro, die aus dem Vatikan für knapp 600 Euro gehandelt. Dies ist eine beachtliche Wertsteigerung, wenn man bedenkt, dass beispielsweise das Starterkit aus dem Vatikan gerade einmal jede Münze in einzelner Ausführung enthielt und somit einen Nominalwert von 3,88 Euro besitzt. Der italienische Kleinstaat San Marino gab hingegen als einziger europäischer Staat kein Euro-Starterkit heraus. Münzliebhaber, die auf solche Angebote stoßen, müssen daher mit einer Fälschung rechnen.
Euro-Starterkits mit geringer Wertsteigerung
Die Euro-Starterpakete aus großen europäischen Ländern, darunter Frankreich, Griechenland, Italien und Deutschland sowie aus den Niederlanden, Belgien, Finnland und Portugal, erreichen hingegen keine nennenswerten Wertsteigerungen. Wer ein ungeöffnetes Euro-Starterpaket aus einem dieser Länder besitzt, kann mit einem Verkaufswert zwischen 15 und 50 Euro rechnen.
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