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Eintrachtstaler

Sammelbezeichnung für Talermünzen des 16.-18. Jh.s, die in Bild und/oder Schrift die Eintracht und Harmonie zwischen regierenden Brüdern ausdrücken. Eine der frühesten ist ein 1599 in Goslar geprägter Schautaler des Herzogs Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel auf die Einigkeit mit seinen Brüdern Philipp Siegmund, Joachim Carl und Julius August. Weitere Beispiele sind die braunschweig- lüneburgischen Taler der Brüder August und Julius Ernst von Dannenberg (1598-1636) aus dem Jahr 1617; die Talermünzen der Brüder August (1610-1636), Friedrich (1636-1648) und Georg von Calenberg (1635-1641) aus dem Jahr 1636; auch die gemeinschaftliche Talerprägung (1688-1703) von Rudolph August und Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel zeigt die Brüder einträchtig. Es gibt auch Eintrachtstaler im weiteren Sinn aus Sachsen( Dreibrüdertaler, Achtbrüdertaler), Schlesien (Dreibrüdertaler), Stolberg und Nassau.
Eintrachtstaler im engeren Sinn sind diejenigen Taler, die mit ihrer Beschriftung auf den Zusammenhalt der dargestellten Brüder hinweisen. Beispiele für solche Umschriften lauten: UNITA DURANT (Einigkeit überdauert) CONCORDIA (brüderliche Eintracht), INSOLUBILI NEXU UNITI (unlösbar vereint) oder DVOBVS FVLCRIS SECVRIVS (zweifach gestützt ist sicherer).