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August d'or

Sächsische goldene 5-Taler-Stücke (Pistolen), nach dem Kurfürsten von Sachsen Friedrich August II. (1733-1763) benannt. Sie wurden 1752-1754 und 1777-1845 mit einem Feingewicht von 6,03 g geprägt und waren hoch angesehen. Dies änderte sich allerdings nach der Besetzung Sachsens durch Preußenunter Friedrich II. (dem Großen), während des Siebenjährigen Kriegs (1756-1763). Im Rahmen der Münzverschlechterungen zur Finanzierung des Kriegs ließ Friedrich der Große mit den erbeuteten Originalstempeln von 1755 und 1756 zwischen 1758 und 1760 sogenannte Mittel-August d'ors schlagen, mit einem Goldgehalt von 4,3 g, aber demselben Raugewicht. 1761/62 scheute sich der preußische König nicht, den sogenannten Neuen August d'or mit einem Drittel seines ursprünglichen Goldgehalts und der gefälschten Jahreszahl 1758 in Sachsen und Polen in Umlauf zu bringen. Für Preußen ließ der König allerdings anfangs die so verminderten Pistolen verbieten, um sein Land vor der Münzverschlechterung zu verschonen.