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Agnus Dei

Lateinischer Ausdruck (Lamm Gottes) als Symbol für Christus, nach dem Johannes-Evangelium (Joh. I 29): Agnus Dei, qui tollis pecata mundi, miserere nobis (dt.: Lamm Gottes, das die Sünden der Welt trägt, erbarme dich unser). Das ""Lamm Gottes"" kommt seit dem 12. Jh. als Motiv auf verschiedenen Münzen im christlichen Abendland vor und ist als Münzbezeichnung in die Numismatik eingegangen. Das Lamm ist meist rückwärtsblickend mit der Kreuz-Fahne, manchmal im Arm Johannes des Täufers (Goldgulden), dargestellt. 
Agnus Dei ist auch die Münzbezeichnung der spanischen Blanca mit dem Münzbild des Lamms mit Banner, das unter König Johann I. (1379-1390) geprägt wurde. Die Vs.n zeigen das bekrönte ""y"". Die französische Goldmünze Mouton d´or (mouton = Lamm) und ihre Beinamen Agnel (Lamm) und Agnelet (Lämmchen) leiten sich von der Vorderseitendarstellung (Lamm mit Banner) der spätmittelalterlichen Goldstücke her. Die Nürnberger Lammdukaten sind als Friedenswunsch (1632), auf den Westfälischen Frieden (1649), auf die Jh.wende (1700) und zuletzt 1806 geprägt worden.
Seit dem 12. Jh. erscheint das symbolische Lamm auch auf geistlichen Siegeln in Frankreich, auf elsässischen, französischen (Grafen von Toulouse) und dänischen Pfennigen, auf Denaren aus Lüttich, Großpfennigen aus Breslau und Münzen des Johanniterordens auf der Insel Rhodos.

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