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Weidenbaumtaler

Bezeichnung einer Reihe von hessischen Talermünzen, die Landgraf Wilhelm II. von Hessen-Kassel (1627-1637) prägen ließ. Sie sind nach der Rückseitendarstellung eines von Blitzen und Sturm gebeugten Weidenbaums benannt, der unter den Strahlen Gottes steht. Die lat. Umschrift lautet DEO VOLENTE HUMILIS LEVABOR (Wenn Gott will, werde ich Erniedrigter aufgerichtet werden). Bild und Text spielen auf den Dreißigjährigen Krieg an, der zu dieser Zeit in Hessen tobte. Vermutungen zufolge sollte vielleicht eine Palme als Symbol der Kraft dargestellt werden, doch der Stempelschneider wählte die einheimische, elastische Weide. Es gibt Mehrfach- und Teilstücke sowie Varianten, die den Baum von Landschaften und Häusern umgeben darstellen. Die Vs.n zeigen das Wappen (mit Helmzier) oder den hessischen Löwen.

    

Weidenbaumtaler 1636