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Völkerwanderungs-Münzen

Im engeren Sinn die Münzen aus der Epoche der Völkerwanderungszeit germanischer Stämme, die zwischen dem 4. und 7. Jh. v. Chr. in das Gebiet des römischen Reichs einfielen oder sich dort ansiedelten (vor allem Donauraum, Norditalien, Gallien, Hispanien bis nach Nordafrika). Mit dieser Völkerwanderung war der Zusammenbruch des weströmischen Teils des Reichs verbunden, aber auch die Befruchtung der germanischen Völkerschaften mit der römischen Kultur und dem christlichen Glauben. Von den germanischen Stämmen prägten die Ost- und Westgoten, Burgunder, Wandalen, Langobarden und Franken (Merowinger) Münzen, die mehr oder weniger den Einfluss des byzantinischen Stils erkennen lassen. Es entstanden sowohl barbarische Nachprägungen mit Münzbildern und Schriften, die als "verwildert" angesehen werden, aber auch erste germanische Münzen mit eigenständig stilistischen Elementen. Diese brachten auch neue Typen hervor, wie die Bronzemünzen des Ostgoten Theodahad (534-536), die (abgesehen von einem Goldmedaillon Theoderichs) erstmals einen Germanenfürsten auf einer Münze darstellen.

Westgoten, Tremissis des Königs Suinthila (621-631 n. Chr.)    Westgoten, Tremissis des Königs Suinthila (621-631 n. Chr.)

Westgoten, Tremissis des Königs Suinthila (621-631 n. Chr.)