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Sterbemünzen

Zur Erinnerung an den Tod eines Herrschers oder einen Angehörigen der Fürstenfamilie geschlagene Münze. In Deutschland kommen Sterbemünzen seit dem ausgehenden 16. Jh. vor; sie wurden von vielen Münzständen geprägt, besonders von den Herrschern von Sachsen, Braunschweig-Lüneburg, Reuß, Solms, Schwarzberg und Würzburg. Die Tradition der Sterbemünzen hält sich bis ins 20. Jh., als 2-, 3- und 5-Mark-Stücke auf den Tod der verschiedenen Reichsfürsten geprägt wurden. Bei den Sterbemünzen handelt sich meist um Groschen- und Talermünzen, auch Teil- und Mehrfachstücke sowie Goldmünzen und sogar Kleinmünzen kommen vor. Die bildlichen Darstellungen beziehen sich häufig allegorisch auf den Tod oder auf die Ruhmestaten des Verstorbenen (z.B. Famataler). Die Schriften nennen oft Lebensdaten des Verstorbenen und sind mit frommen Sprüchen versehen. Die Sterbemünzen stellen ein beliebtes Sammelgebiet dar.

Bistum Trier, Taler 1715 auf den Tod von Karl, Herzog vonLothringen (1711-1715)