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Siliqua

Römische Silbermünze, die unter Konstantin dem Großen (307-337 v. Chr.) um 320 v. Chr. eingeführt wurde und den Argenteus ersetzte. Die Siliqua entsprach 1/24 Solidus, ihr ursprüngliches Gewicht betrug ca. 3,4 g, sie wurde aber schon untergewichtig ausgebracht. Unter Constantius II. (337-361 v. Chr.) erfolgte die Ausgabe einer Neusiliqua zu reduziertem Gewicht von ca. 2,25 g, die also etwa 2/3 des Gewichts der Altsiliqua entsprach, die kurzfristig noch parallel ausgemünzt wurde. Die näheren Umstände der Neuausgabe sind ungeklärt, wahrscheinlich wurde damit eine Erhöhung des Silberwertes so ausgeglichen, dass das Wertverhältnis der reduzierten Siliqua zum Solidus (24:1) unangetastet blieb. Es gab auch Halbstücke der Siliqua. Die oftmals untergewichtig ausgebrachten Stücke erschweren die Unterscheidung, ob es sich um eine gewichtsreduzierte Siliqua oder eine Halb-Siliqua handelt. Im Ostteil des römischen Reichs hielt sich die Siliqua (als halbe Miliarense) bis in die byzantinische Zeit, in den westlichen Münzstätten wurde sie (gewichtsreduziert) bis ins 7. Jh. geprägt.

    

Siliqua des Julianus II. (360-363 n. Chr.)