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Schwedische Besitzungsmünzen

Bezeichnung für Prägungen der schwedischen Könige in deren Besitzungen in Deutschland, Polen und im Baltikum. Dazu zählen die Münzen der Städte Tallinn/Reval (1561-1681), Narva (1670-72), Riga (1621-1707), Elbing (1627-35, 1656-60), Thorn (1654-1658) und die Münzen Livlands (1644-1669), letztere wurden in der Münzstätte Riga geprägt. Durch die schwedische Einmischung im Dreißigjährigen Krieg und durch seine Folgen kam es zwischen 1631 und 1635 zu einer ganzen Reihe von schwedischen Münzprägungen in den deutschen Städten Augsburg, Fürth, Nürnberg, Erfurt, Mainz, Osnabrück und Würzburg. Hinzu kommen die Münzprägungen aus der königlich-schwedischen Münzstätte Stralsund (auch Wolgast und Stettin) für das schwedische Herzogtum Pommern (1633-1814), von Wismar (1648-1803), Bremen-Verden und Stade (1648-1719). 
Die schwedischen Besitzungsmünzen sind nach den regionalen Münzfüßen der besetzten Gebiete ausgeprägt und unterscheiden sich stilistisch von den Münzen Schwedens. In der Mehrzahl handelt es sich um 1/24-Taler (Dreipölcher) und Solidi (Schillinge). Letztere wurden in der Fälscherwerkstatt der Burg Suczava in großen Mengen gefälscht( Suczava-Fälschungen).

    

Taler 1632 der Stadt Erfurt unter schwedischer Herrschaft