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Schrot und Korn

Das Gesamt- oder Bruttogewicht einer Münze, also die Summe aus dem Edelmetall und den Legierungszusätzen einer Münze. Mit dem Ausdruck „Münzen von gutem Schrot und Korn“ ist gemeint, dass das Rau- und das Feingewicht einer Münze unverfälscht oder stimmig ist (mit den Vorschriften der Münzordnung übereinstimmt).

Der Ausdruck erschien erstmals im Jahr 1530 auf Talermünzen des albertinischen Herzogs Georg dem Bärtigen (1500-1539). Dieser weigerte sich, den verschlechterten Münzfuß des Kurfürsten Johann zu übernehmen und setzte den Ausdruck „Nach altem Schrot und Korn“ auf seine Münzen, um zu verdeutlichen, dass die betreffenden Münzen nach dem (guten) alten Münzfuß geprägt waren.