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Rentenkredit

Im Spätmittelalter und zu Beginn der Neuzeit war der Rentenkredit eine verbreitete Form des mittel- und langfristigen Kredits. Ein Kreditnehmer konnte sich dadurch Kapital verschaffen, dass er sein Haus, Grundstück oder seinen Acker mit einer Rente belastete. Zinssatz und Datum der fälligen Rückzahlungsbeträge waren vertraglich geregelt. Der Kreditnehmer haftete nicht persönlich, sondern mit der beliehenen Immobilie für die Einhaltung der vertraglich vereinbarten Bedingungen. Der Rentenkredit wurde in den Städten durch den Hypothekarkredit abgelöst, auf dem Lande ist die Entwicklung unklar, jedoch scheinen die Kriege des 17. Jh.s das Kreditangebot ohnehin drastisch reduziert zu haben.