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Reformation

Französischer Ausdruck für die Überprägung von Münzen. Unter den Monarchen Ludwig XIV. (1643-1715) und Ludwig XV. (1715-1774) wurden nach 1680 vor allem die alten Münztypen des Ecu blanc in rascher Folge verrufen, eingezogen, überprägt und mit erhöhten Werten wieder in Umlauf gesetzt. Der daraus gezogene Gewinn diente vor allem der Kriegführung des absolutistischen Staats. Auch Typen des Louis d'or waren von den Réformations betroffen.

Die eingezogenen alten Ausgaben wurden nicht – wie üblich – eingeschmolzen und neu geprägt, sondern dienten als Schrötlinge für die neue Ausgabe. Um Kosten zu sparen, wurden sie einfach mit den Stempeln des neuen Typs überprägt, sodass auf Geprägen neueren Typs noch die Spuren der alten Prägung zu sehen sind. Die meisten Münzen dieser Prägeperiode wurden diesem Verfahren unterzogen, Prägungen auf neuen Schrötlingen werden mit „flan neuf“ bezeichnet.