Newsletter
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Namenszahl

Die hinter gleichlautenden Namen der Herrscher in römischen Ziffern beigegebene Ordnungszahl, wie Karl I., Karl II., Karl III. etc. Gezählt wurde meist in chronologischer Reihenfolge, bei Doppelnamen bezieht sich die Ordnungszahl auf den Namen, hinter der sie steht, wie z.B. bei Maximilian III. Joseph (1799-1805) von Bayern, der dritte bayerische Kurfürst mit dem Namen Maximilian. Mit dem Niedergang des alten Römisch-Deutschen Reichs und der Umwandlung Bayerns in ein Königreich regierte dieser als König Maximilian I. (1806-1825) weiter. Die römischen Kaiser hatten sich noch durch Cognomina (Beinamen) voneinander unterschieden, so nahm z.B. Marcus Aurelius den Beinamen Antonius an. Dies wurde im Mittelalter noch weitergeführt, wie z.B. Karl der Große, William der Eroberer, Ludwig der Heilige, Philipp der Schöne etc. Die Vorlieben der Herrscherdynastien für bestimmte Namen führte zu Benennungen von Dynastien nach dem Namen, wie z.B. Karl (lat. Carolus) für die Karolinger oder Otto für die Ottonen.
Auf Münzen tauchen Namenszahlen seit dem Mittelalter (12. Jh.) auf, seit dem 16. Jh. regelmäßig. Eine Ausnahme von der üblichen Zählweise wurde im Haus Reuß praktiziert: Alle männlichen Mitglieder hießen Heinrich und wurden mitgezählt, auch wenn sie nie regierten. Die ältere Linie Reuß zählte alle Heinriche bis 100 chronologisch durch und begann dann wieder von vorne. Die jüngere Linie Reuß zählte vom ersten im Jh. geborenen Nachkommen an alle in einem Jh. geborenen Abkömmlinge und begann mit dem Erstgeborenen im nächsten Jh. die Zählung wieder von vorne.

Persönliche Kundenberatung – wir sind gerne für Sie da!

Haben Sie Fragen zu einer Münze oder benötigen Sie Hilfe bei Ihrer Online-Bestellung? Rufen Sie uns direkt an – unser Kundenservice steht Ihnen gerne zur Verfügung.

+49 (0) 63 31 511 610 5 Mo. - Do. 08:00 - 20:00 Uhr, Fr. bis 19:00 Uhr

Callcenter Service Mitarbeiter