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Hurenkarrentaler

Volkstümliche Bezeichnung für die prächtigen Schautaler, die 1622 zur Erinnerung an die Gründung der Stadt Magdeburg geschlagen wurden. Es gab einfache, anderthalbfache, doppelte (auch als hexagonale Klippe), dreifache Taler und 10-Dukaten-Stücke. Sie zeigen auf der Vs. Otto den Großen hoch zu Ross, auf der Rs. Venus mit den drei Grazien in einem von zwei Schwänen und zwei Tauben Richtung Burg gezogenen Wagen. Darunter der Vers: "Venus die heydnisch Gottin zart/ So blos hier angebettet wardt./ Nun ist gottlob das gottlich Wort/ Hegegen gepflantz an dis: Ort." Der Vers bezieht sich auf das Wortspiel, Magdeburg sei vor der Gründung durch Otto den Großen eine "Burg der Magd" Venus gewesen (Magd-e-burg). Das Volk sah in der Darstellung der unbekleideten Göttinnen Huren, in dem Gefährt einen Schandkarren.

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