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Glaukes

Bezeichnung der antiken silbernen Tetradrachmen von Athen, benannt nach der Rückseitendarstellung, der Eule (griech. Glaux). Die Glaukes waren wohl das wichtigste Nominal der Eulen von Athen. Die erste Ausprägung der Glaukes fällt in die Zeit der endenden Tyrannis und der beginnenden Demokratie (um 510 v. Chr.). Die Finanzierung des Flottenausbaus wurde durch die Erschließung neuer Silberminen in Laurion finanziert. Nach Abwehr der Perser und dem Wiederaufbau der Stadt blühte Athen zum bedeutendsten wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum der Ägäis auf. In der 2. Hälfte des 5. Jh.s waren die Emissionen der Glaukes aus dem Silber von Laurion besonders umfangreich. Die Prägungen dienten der Errichtung prachtvoller Bauten und der Bezahlung der Peloponnesischen Kriege (431-404 v. Chr.), die den Reichtum Athens erschöpften. Gegen Ende des Krieges gegen Sparta und seine Bundesgenossen fiel die Silberproduktion in Laurion aus und Athen musste sogar seine Tempelschätze angreifen. Aufgrund des Mangels an Silber erschienen zwischen 406 v. Chr. Und der Einnahme Athens durch die Spartaner (404) mit unedlen Metallen unterfütterte Tetradrachmen( subaerat). Auch wenn sich Athen im 4. Jh. Wieder erholte, konnte die Polis ihre einstige Stellung nicht mehr erreichen.
Im 2. und 1. Jh. Wurden Tetradrachmen neuen Stils geprägt, ebenfalls aus den Laurischen Silberminen, auch wenn die Silbergewinnung allmählich nachließ. Die Münzbilder zeigen ebenfalls Athena av. Und die Eule rv., sind aber detailreicher gestaltet und meist auf größeren Schrötlingen geprägt. Athen geriet zunehmend in Abhängigkeit der Makedonen und Roms.