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Giulio

Silberner Grosso des Kirchenstaats, nach Papst Julius II. (1503-1513) benannt, der die Groschenmünze zu 10 Baiocchi im Jahr 1508 mit einem Gewicht von 3,86 g einführte. Die Münzbilder zeigen av. Die päpstlichen Büsten oder Wappen, rv. Die Apostel Petrus und Paulus. Sein Nachfolger Leo X. (1513-1521) ließ einen Giulio (auch Leone) schlagen, der den knienden Papst zeigt, der Petrus ein Modell der Basilika St. Petri überreicht. Der Anlass ist wohl der Tod des mit dem Wiederaufbau der St. Peterskirche beauftragten Bramante im Jahr 1514. Clemens VII. (1523-1534) beauftragte Benvenuto Cellini für den Stempelschnitt des weitverbreiteten 1 1/2-Giulio-Stücks mit der rückseitigen Darstellung Christi, der Petrus auf dem Wasser hilfreich die Hand reicht, umschriftlich QVARE DVBITASTI (Warum hast du gezweifelt). Der Giulio war in der ersten Hälfte des 16. Jh.s die Hauptsilbermünze des Kirchenstaats und wurde häufig von italienischen Staaten nachgeahmt.

    

Giulio des Papstes Pius IV. (1559-1565)