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Gelegenheitsmünzen

1. Ereignismünzen und -medaillen, die im Gegensatz zu Personenmedaillen auf bestimmte Ereignisse geprägt wurden, bei denen der Anlass und nicht die Person im Mittelpunkt stehen. So z.B. bei Einweihungen von Bauten, Kanälen, Eisenbahnlinien oder bei Erstfahrten und -flügen. Dazu zählen auch Geschichtsmünzen, z.B. auf die Reformation, oder Gedenkmünzen.

2. Die numismatische Literatur bezeichnet auch eine besondere Kategorie königlich-salischer Münzprägungen als Gelegenheitsmünzen. Sie stammen überwiegend aus geistlichen Münzstätten, aber die königlichen Münzstätten waren in die Prägung der Typen mit einbezogen. Grundlage war das Recht des Königs, in jeder Stadt des Reichs während seines Besuchs Münzen prägen zu können. Diese Münzen können aber nicht nur auf Königsbesuche zurückgehen, sondern scheinen auch auf eine Aktion Heinrichs III. zurückzugehen, die möglicherweise in Verbindung mit den Plänen einer Münzreform stand. Ihre Verwirklichung wurde jedoch durch seinen Tod abgebrochen.