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Gau

Bezeichnung von Muschelgeld, das auf Inseln des Karolinen-Archipels im Umlauf war. Das Material bilden die weißen, rötlichen und gelblich-rötlichen Schalen der Spondylusmuschel. Die rund geschliffenen und in der Mitte durchbohrten Scheibchen mit einem Durchmesser von 10 bis 22mm wurden der Größe nach auf Schnüre aufgefädelt. Die Scheibchen vergrößerten sich in Richtung der Mitte der Geldschnur. Dort platzierten die Yap-Insulaner (West-Karolinen), die die Gaue ursprünglich herstellten, einen großen Pottwalzahn. Später wechselte die Produktion zu den Chomorros, die einen zahnähnlichen Ochsenknochen an die Stelle des Zahns setzten. Der Wert eines Gaus auf Yap betrug zur Zeit der deutschen Kolonialzeit (1899-1914) etwa 400 Reichsmark.

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