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Cavallotto

Bezeichnung für eine ganze Reihe italienischer und schweizerischer Groschenmünzen, die vom 16. bis zum 18. Jh. geprägt wurden. Die ersten Cavallotti ließ der französische König Ludwig XII. (1498-1515) während der Besetzung Norditaliens in Asti prägen. Auf der Münzrückseite trägt der auf einem Pferd sitzende Stadtheilige Secundus ein Kirchenmodell. Dieser Typus diente dann als Vorbild für viele Beischläge italienischer Städte, die als Reiter den jeweiligen Schutzheiligen der Stadt darstellten. 
In den Städten Misox, Bellinzona, Uri und Unterwalden (Schweiz) wurde die Darstellung des hl. Martin als Reiter ausgewählt, ihre Beischläge wurden Rössler genannt. Im deutschsprachigen Raum wurde der Cavallotto meist Gabelotte oder Gobelotte genannt. Der Cavallotto hielt sich in der Ligurischen Republik bis ins beginnende 19. Jh. in Umlauf. Sein Wert entsprach 4 Soldi oder einer Fünftellira.