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Artukidenmünzen

Ortukiden

Bezeichnung der Münzen der Artukiden-Dynastie (auch Ortuqiden oder Ortokiden), einer Herrscherlinie sunnitischer Turkmenen, die im Mittelalter in Mesopotamien eine kulturelle Blüte erreichte, trotz ihrer halbnomadischen Herkunft. Sie errichteten kulturelle Zentren in Hasankeyf, Diyarbakir, Harput und (seit dem 12. Jh.) in Mardin, im Gebiet der heutigen Südost-Türkei. Die Benennung der Dynastie geht auf den Begründer Artuq ibn Aksab zurück, der für seine militärischen Verdienste von den Seldschuken zum Statthalter von Palästina eingesetzt wurde. Seine Nachfolger setzten sich – nach der Rückeroberung Jerusalems durch die Fatimiden – im Zweistromland fest und nahmen an einigen Kriegszügen der Seldschuken gegen die Kreuzfahrer teil. In der ersten Hälfte des 12. Jh.s erreichten die Artukiden die Unabhängigkeit von den Seldschuken durch Bündnisse mit den Kreuzrittern und dem Atabeg von Damaskus. Die Dynasten waren Vasallen u.a. der Chwarism-Shahs und der Machthaber von Mossul und befehdeten sich gegenseitig bis zum endgültigen Untergang 1409.

Die abwechslungsreiche Münzprägung verarbeitet kulturelle Einflüsse des römischen und byzantinischen Christentums, des Islams und der Seldschuken, wie die Motive und Beschriftung zeigen. Sie sind noch in relativ großen Stückzahlen erhalten und fallen durch große Fals (Fels) aus Bronze auf, die auf den Vs.n islamische Schriften, auf den Rs.n bildliche Darstellungen zeigen. Die Münzen zeigen als Motive Porträts, Engel, astrologische und heraldische Tierdarstellungen, Zentauren, Drachenköpfe, Kriegsszenen u.v.m. Bekannt ist die „Beweinung Saladins“ aus dem Todesjahr 1193. Die Artukidenmünzen liegen meist in schlechteren Erhaltungen vor und sind erschwinglich, dagegen können vorzüglich erhaltene Stücke sehr hohe Preise erzielen.