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Akoriperlen

Bezeichnung der bekanntesten, vornehmsten und kostbarsten Form der Glashandelsperlen, die in weiten Gebieten Afrikas als Schmuck, Wertobjekt und Geld fungierte. In der englischsprachlichen Literatur werden sie Aggri genannt. Es gibt sie in den verschiedensten Farben und Formen, meist zylindrisch oder leicht gekrümmt und mit millefiorie-ähnlichen Mustern. Ursprünglich waren die Akoriperlen nur der aristokratischen Oberschicht zu zeremonialen Zwecken vorbehalten. Später konnten damit auch Tribute, Geldstrafen und mit den gängigsten Farben und Formen auch der Brautpreis entrichtet werden. Die meisten Glasperlen haben die europäischen Kolonialstaaten nach Afrika gebracht. Sie stammen aus den Glasmanufakturen von Venedig und Amsterdam. Aber selbst die gelungensten Nachbildungen konnten nicht den Wert erreichen, den alte und wertvolle Stücke darstellen. Sie stammen wahrscheinlich aus Exporten der alten Ägypter und Phönizier, die wertvollsten haben sogar Namen. Die Funktion der Akoris als Zahlungsmittel war je nach Gebiet verschieden, zumal nicht jede Akoriperle angenommen wurde. Gebietsweise wurden nur bestimmte Farben und Formen akzeptiert. Entsprechend gab es in Afrika auch verschiedene Namen für die Akoriperlen, die sich nach ihrer farblichen und formalen Klassifizierung richteten. Seit der Mitte des 20. Jh.s gab es auch europäische Nachahmungen aus Plastik.

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