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Adventus

Die Ankunft (lat. adventus) der römischen Kaiser in der Hauptstadt Rom ist ein Ereignis, das auf Geprägen der römischen Kaiserzeit nicht selten dargestellt wurde. Diese Ausgaben zeigen meist den Kaiser hoch zu Ross, die rechte Hand zum Gruß erhoben, die Stadt oft durch die Roma oder Bauwerke Roms im Hintergrund gekennzeichnet. Auch die Göttinnen Victoria oder Felicitas und Soldaten im Gefolge oder zu Füßen des Kaisers am Boden liegende Feinde – Personifikationen der besiegten Provinzen – wurden dargestellt, um die militärischen Erfolge der Imperatoren propagandistisch auszunutzen. Nach der Ankunft in Rom ließ vor allem Kaiser Hadrian (117-138 n. Chr.) viele Münzen auf seine zahlreichen ausgedehnten Reisen prägen, die deshalb auch Reisemünzen genannt werden. Es existiert eine ganze Serie von Groß- und Mittelbronzen, die auf den Vs.n die Büste Hadrians im Lorbeerkranz, auf den Rs.n den Kaiser (oft mit der Toga bekleidet) zeigen, der die allegorischen Figuren verschiedener Provinzen begrüßt; die Umschriften ADVENTVI AUG mit den entsprechenden Provinznamen (z.B. GALLIAE, BRITANNIAE, NORICI) beziehen sich darauf. Die Adventus-Münzen wurden in verschiedenen Nominalen ausgegeben.