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Taboranotmünzen

Als Deutsch-Ostafrika während des 1. Weltkriegs vom Mutterland abgeschnitten war und das Münzgeld knapp wurde, ordnete die koloniale Verwaltung an, im Ausbesserungswerk des Eisenbahnknotenpunkts Tabora (heute Regionshauptstadt im Nordwesten von Tansania) eine provisorische Münzstätte einzurichten und mit der Prägung von Münzen zu beginnen. Aus Patronenhülsen, Kartuschen, Schiffsblechen und anderen Altmaterialien wurden Messing und Kupfer gewonnen, die 1916 zur Prägung von 5- und 10-Heller-Stücken dienten. Sie zeigen auf den Vs.n die Reichskrone, die Jahreszahl und die Abkürzung DOA (Deutsch-Ostafrika), auf den Rs.n die Wertbezeichnung zwischen Zweigen. Die in einem Umfang von über 1,6 Mill. Stücke herausgegebenen 20-Heller-Stücke zeigen auf den Vs.n den Kennbuchstaben T (Tabora). 
Für die höheren Werte druckte man Papiergeld und gab aus den Goldvorräten der Kironda-Goldmine Senkenke eine der ganz wenigen Notmünzen aus Gold aus, die weltweit geprägt wurden. Sie wurden im Nominalwert von 15 Rupien ausgegeben und sollten dem deutschen 20-Mark-Stück entsprechen. Aufgrund ihres geringeren Feingehalts (nur 750/1000) entsprach ihr "innerer Wert" allerdings nur etwa 15 Mark. Es wurden über 16.000 Exemplare hergestellt, die auf den Vs.n den Reichsadler und den Wert zeigen (es gibt zwei Varianten), die Rs.n zeigen einen angreifenden Elefanten, im Hintergrund der Kilimandscharo, die Jahresangabe und das Münzzeichen.

    

5 Heller 1916 mit Münzzeichen T = Tabora

    

15 Rupien 1916 mit Münzzeichen T = Tabora

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