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Sikulo-punische Prägungen

Im späten 5. und 4. Jh. v. Chr. in Sizilien aufgekommene Prägungen, die der Bezahlung der karthagischen Söldner in Sizilien dienten. Die andauernden kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den Karthager, den einheimischen Stämmen der Sikuler und den von griechischen Kolonisten gegründeten Städten wurden mit wechselndem Erfolg geführt, bis schließlich im Verlauf der Punischen Kriege das aufstrebende Rom um 227 v. Chr. die Vorherrschaft gewann und Sizilien zur römischen Provinz wurde. Die frühen sikulo-punischen Prägungen orientierten sich weitgehend an den Geprägen anderer sizilischer Städte, vor allem an den Münzen von Syrakus. Spätere Gepräge aus dem späten 4. und frühen 3. Jh. v. Chr. zeigen oft, wie die Münzen von Zeugitana, den Kopf der punischen Gottheit Tanit und den Pferdekopf. Viele dieser Prägungen sind noch heute nicht sicher einer bestimmten Münzstätte zuweisbar. In Münzkatalogen sind sie sowohl unter Sizilien (vorwiegend unter den Münzstätten Panormos, Kephaloidion und Motya) zu finden als auch unter Zeugitana oder Karthago.

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