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Schekel

1. Auch Shekel oder Sheqel (Plural: Shekalim oder Sheqalim), leitet sich in den alten semitischen Sprachen von der Bezeichnung für „Wiegen“ ab. Ursprünglich war der Schekel ein altorientalisches Gewicht (nachweisbar in Babylon und Kanaan). 60 Schekel gingen auf eine Mine, die allerdings lokal im Gewicht verschieden war. Da die Mine im einfachen (leichte Mine) und doppelten Betrag (schwere Mine) unter dem gleichen Namen vorkommt, erklären sich so auch die unterschiedlichen Bezeichnungen der Münzwerte (je nachdem, welche Gewichte zugrunde gelegt werden). Die Bezeichnung Schekel kommt schon im Alten Testament als Recheneinheit des jüdischen Volkes vor. Der Schekel wird griechisch als Siglos bezeichnet.

2. Die Silbermünzen einiger phönizischer Handelsstädte vom späten 5. Jh. bis zur Eroberung Alexanders des Großen (um 332 v. Chr.) werden als Dischekel (doppelte Schekel), Schekel und ihre Teilstücke bezeichnet. In Sidon wurden etwa seit 425 n. Chr. Silbermünzen nach dem Schekelfuß gemünzt: von der gemeinhin als Dischekel bezeichneten Silbermünze im Gewicht von 25,75 bis 28,4 g bis zu Teilstücken (1/16-Schekel) im Gewicht von 0,6 bis 0,8 g. Die Vorderseiten zeigen meist eine Kriegsgaleere, die Rs.n eine bärtige Gottheit im Streitwagen (mit und ohne eine königliche Gestalt dahinter) oder eine bärtige Gestalt (Gottheit oder Heros), die einen Löwen tötet. Sie wurden zuletzt unter dem persischen Satrapen Mazaios (345-335 v. Chr.) geprägt.

3. Die ersten jüdischen Schekel wurden als Silbermünzen im Gewicht zwischen 13,5 und 14,5 g während des 1. jüdischen Aufstands gegen Rom (66-70 v. Chr.) ausgemünzt. Ihrer charakteristischen Form wegen - dicker Schrötling mit nach außen gewölbtem Rand - werden sie auch als „dicke Schekel“ bezeichnet. Ihre Vs.n zeigen einen Kelch, die Rs.n einen Zweig des Granatapfels. Es gab auch Halbstücke und Bronzemünzen, die heute als Viertel-Schekel gedeutet werden. Eine zweite Aufgabe erfolgte während des 2. jüdischen Aufstands (132-135 n. Chr.) unter Simon Bar Kochba. Sie zeigen auf den Vs.n den viersäuligen Tempel mit Heiligtum, auf den Rs.n Lulav (Zweigbündel) mit dem Ethrog.

4. Schekelmedaillen oder „falsche Schekel“ siehe unter Görlitzer Schekel.

5. Nach der Währungsreform vom 4. Februar 1980 wurde die neue Währungseinheit Israels Schekel genannt. 1 Schekel = 100 Agorot. Die Währungsreform vom 4. September 1985 führte den neuen Schekel (= 1000 alte Schekalim) ein.

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