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Ratszeichen

Auch Ratspräsenzmarken, wurden vorwiegend zwischen dem 16. und 18. Jh. den meist ehrenamtlich tätigen Ratsherren zur Entschädigung oder Belohnung für die Teilnahme an Ratssitzungen oder Verdienste um die Stadt ausgehändigt. Teilweise wurden auch andere Bürger, wie die Stadtmusiker, mit Ratszeichen belohnt. In rheinischen Städten konnten die Marken meist im Ratskeller gegen eine gewisse Menge Wein eingelöst werden. Deshalb zeigen die Rs.n. oft Weinkannen oder Pokale und Trinksprüche, wie die Kölner und Bonner Ratsmarken. In Aachen liefen im 18. Jh. silberne Ratszeichen sogar wie echtes Geld um und waren teilweise sogar mit Werten (8, 16, 32 Mark) versehen. Die Vergabe von ähnlichen Marken zählte auch in den Niederländen und bei den Eidgenossen zur städtischen Kultur.

    

Ratszeichen um 1692 der niederländischen Stadt Gouda