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Neujahrsmünzen

Schon Ovid berichtete, dass die Römer zu Neujahr Bronzemünzen mit der Darstellung des Janus als Hinweis auf den Jahreswechsel verschenkten. Aus der römischen Kaiserzeit gibt es Bronzemedaillen der Kaiser Hadrian (117-138), Antoninus Pius (138-161) und Severus Alexander (222-235) auf das Neujahr. Seit dem 17. Jh. häufen sich die Neujahrsmünzen, die meist allegorische und biblische Darstellungen zeigen und auch im privaten Bereich verschenkt wurden.
Berühmt sind die Neujahrsgoldgulden, die die Stadt Würzburg dem Landesherrn (Herzog von Franken) zum Geschenk gab. Das Neujahrsgeschenk von 50 Goldgulden ist bereits für das 15. Jh. belegt, die erste als Würzburger Neujahrsgoldgulden zu erkennende Münze stammt von 1617. Da die Stadt Würzburg keine Münzhoheit hatte, kann es sich nicht um gültige Zahlungsmittel gehandelt haben. Nach 1806 übergab die Stadt dem König von Bayern als dem Landesherrn von Franken symbolisch 50 Goldgulden, die alsbald zurückgekauft wurden, um im nächsten Jahr wiederverwendet zu werden. Von der Stadt Frankfurt gibt es seltene Zweidritteltaler und den Halbtaler von 1660 mit der Schrift "Zum guten Neuen Jahr". Im 17. und 18. Jh. wurden von vielen Städten in Deutschland, den Niederlanden, der Schweiz und Österreich Neujahrsmedaillen ausgegeben, bekannt sind die Nürnberger Lammdukaten, die in Teil- und Mehrfachstücken 1700 auf den Beginn des neuen Jh.s ausgegeben wurden. Im 18. Jh. boten auch Medailleure und Privatverleger Neujahrsmedaillen an, besonders beliebt waren Kalendermedaillen. Im 19. Jh. kamen Neujahrsplaketten aus Eisenguss in Mode, wie sie die Berliner Eisengießerei seit 1805 produzierte. Die Sayner, Gleiwitzer und Lauchhammer Hütten gossen Serien von Plaketten zum Neuen Jahr.

    

Stuttgart, 1/2 Neujahrsdukatenklippe ohne Jahr

Plakette auf das Neue Jahr 1914

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