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Aureus

Der Aureus war die Goldeinheitsmünze des Römischen Reichs. Die Goldmünze stammt noch aus der Zeit der Römischen Republik und wurde bis zur konstantinischen Zeit (zu Beginn des 4. Jh.s n. Chr.) geprägt. Schon vor Caesars Sieg über die Gallier wurden z.B. von Sulla (82-79 v. Chr), Pompeius (71 v. Chr.) u.a. schon Aurei gemünzt, aber nur selten und sporadisch. Der aus den Kriegszügen Caesars erbeutete Goldschatz ermöglichte eine erste reichhaltigere Prägung des Aureus, der 1/40 röm. Pfund (8,19 g) wog. Das Gewicht wurde unter Kaiser Augustus noch einmal auf 1/42 des römischen Pfundes (7,42 g) abgesenkt, sein Wert auf 25 Denare (100 Sesterzen) tarifiert. Abgesehen von einer Absenkung unter Nero (auf 1/45 röm. Pfund), blieb der Aureus für 2 Jahrhunderte die relativ stabile Grundlage der prosperierenden Wirtschaft des Römischen Kaiserreichs, auch wenn die ursprüngliche Feinheit des gediegenen Goldes nicht erhalten blieb. Erst mit der Herrschaft Caracallas (198-217 n. Chr.) begannen stärkere Gewichtsschwankungen den Aureus zu destabilisieren. Nach Stabilisierungsversuchen unter Kaiser Diokletian (284-305) musste der Aureus schließlich im Zuge der Münzreform Kaiser Konstantins des Großen (307-337) dem Solidus (1/72 röm. Pfund) weichen. Es existieren auch seltenere Halbstücke. Die sehr raren Auflagen von Mehrfachstücken, der doppelte Binio, der 4-fache Quaternio und der 8-fache Octonio, dienten wohl Repräsentationszwecken.

Aureus des Septimius SeverusAureus des Septimius Severus

Aureus des Septimius Severus

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