Münzsammler Tipps – konservieren und aufbewahren

Für jeden Sammler stellt sich die Frage, wie er seine Münzen konservieren und wo er sie aufbewahren soll. In der Praxis stößt man immer wieder auf falsch konservierte Stücke. An erster Stelle stehen dabei so genannte zaponierte Münzen.

Zaponierung

Unter Zaponieren versteht man das Überziehen einer Münze mit Zaponlack, um sie vor Anlaufen und Korrosion zu schützen. Der Lack ist farblos und bei ganz dünnem Auftragen unsichtbar. Die Münzen werden angeklammert und zunächst mit einer Hälfte in verdünnten Zaponlack eingetaucht. Diese Hälfte muss zunächst vollständig trocknen, dann wird die andere Hälfte auf die gleiche Weise behandelt. Der verdünnte Lack verläuft leicht und lässt später eine Trennlinie zwischen den beiden Hälften nicht mehr erkennen. Besonders eignet sich dieses Verfahren für Münzen aus den unedlen Metallen wie Eisen, Zink, Aluminium und Kupfer. Achtung: Bewahren Sie die so geschützten Stücke aber keinesfalls in Kunststofffolien auf, denn die zwischen Kunststoff und Zaponlack entstehenden chemischen Reaktionen lösen an den Münzen Oxidationen aus.

Verkapseln

Hochwertige Silber- und Goldmünzen bedürfen keiner besonderen Konservierungstechnik, jedoch sollten Sie sie in schützenden Münzkapseln aufbewahren. Diese transparenten Kapseln gibt es in verschiedenen Größen; meist wird als Größenbezeichnung der Innendurchmesser angegeben. Außerdem werden für diese Kapseln auch Reduzierringe angeboten, sodass fast jede Münzengröße berücksichtigt werden kann.

Kleberähmchen

Die Kleberähmchen bestehen aus kleinen, quadratischen Kartonscheiben mit zwei von transparenter Folie bespannten runden Ausstanzungen. Beim Montieren legt man die Münze auf eines dieser Sichtfenster und faltet das Rähmchen nach Abziehen der Schutzfolie zusammen. Der Vorteil dieser Aufbewahrung ist, dass man die Informationen zur Münze direkt auf das Rähmchen schreiben kann. Im Handel werden außerdem Einlageblätter für Sammelalben angeboten, die genau die Größe des Kleberähmchens haben.

Sammeletuis

Viele Sammler wählen zur Aufbewahrung ihrer Münzen die herkömmlichen Sammeletuis. Ihre Einlegeböden haben die unterschiedlichsten Fächereinteilungen. Dort hinein werden Münzen ohne zusätzliche Verpackung gelegt. Die Einlagen der Sammeletuis werden wahlweise mit und ohne Filzüberzug angeboten. Wir empfehlen einen solchen Überzug in jedem Fall.

Münzalben

Auch Münzalben werden mit Einlageblättern in den verschiedensten Einteilungen angeboten. Nachteilig bei einem solchen Album ist freilich, dass die Kunststoffeinlagen mit der Zeit unansehnlich werden oder zusammenkleben. Im Handel gibt es ein großes Angebot an Münzalben, jedoch auch große Qualitätsunterschiede, auf die Sie achten sollten. So werden billigen Alben aus Polyvinylchlorid (PVC) so genannte „Weichmacher“ beigefügt, um zu verhindern, dass sie spröde oder brüchig werden. Diese chemischen Zusätze können den Münzen schaden oder sie gänzlich verderben. Kaufen Sie Ihre Münzalben also lieber bei einem Markenhersteller.

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