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Vikariatsmünzen

Münzen, die die Kurfürsten der Pfalz und vor allem von Sachsen als Stellvertreter( Vicarius) nach dem Tod des Kaisers bis zur Wahl des nächsten Kaisers in Erinnerung an dieses Ereignis prägten. Nach der Übernahme der pfälzischen Kurwürde durch Bayern gaben auch bayerische Kurfürsten Vikariatsmünzen aus. Meist wurden Dukaten, Taler und Halbtaler als Vikariatsmünzen geprägt, in Sachsen kamen aber auch kleinere Werte bis herab zum Zwölfteltaler vor. Die Stücke aus dem silberreichen Sachsen sind die schönsten Vikariatsmünzen. Im 17. Jh. zeigen sie den sächsischen Kurfürsten, der zugleich Erzmarschall des Reichs war, hoch zu Ross. Die letzten Vikariatsmünzen wurden 1792 nach dem Tod Kaiser Leopolds II. von Sachsen und Bayern geprägt.

    

Pfalz, Halbtaler 1790 auf das Vikariat von Karl Theodor(1742-1799)

    

Sachsen, Dukat 1741 auf das Vikariat von Friedrich August II.(1733-1766)