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Shilling

Der Shilling wurde in England schon in karolingischer Zeit als Recheneinheit zu 12 Pence oder 1/20 eines Pfundes (Pound) eingeführt und hielt sich die meiste Zeit in dieser Einteilung bis zur Dezimalwährung von 1970 (siehe auch Schilling). Erstmals ausgeprägt wurde der Rechenwert als Silbermünze, ursprünglich Testoon genannt, um 1504 unter König Heinrich VII., nach dem Vorbild des französischen Teston, der seinerseits wieder auf den Mailänder Testone zurückgeht. Die Silbermünze im Gewicht von ca. 9,13 g zeigt auf der Vs. ein schönes Porträt des Königs, das vermutlich auf den Stempelschneider Alexander de Bruchsella zurückgeht. Erst die seit der kurzen Regierungszeit Edward VI. (1547-1553) geprägten Silbermünzen zu 12 Pence werden auch als Shilling bezeichnet. Unter Edward VI. wurden auch erstmals Halb- und Viertelstück des Shilling, der Sixpence und der Threepence ausgeprägt. Als mittlerer Wert wurde der Shilling zu einer der wichtigsten silbernen Umlaufmünzen Großbritanniens, die von nahezu allen folgenden Monarchen geprägt wurde. Erst seit 1947 wurde der Shilling in Kupfernickel ausgeprägt, zuletzt 1970 vor der Umstellung der britischen Währung auf das Dezimalsystem (1971). Bedingt durch den weltweiten Einfluss Großbritanniens (vor allem im 19. Jh.) war der Shilling auch zeitweise in folgenden Ländern geläufig: Australien, Biafra, Britische Jungferninseln, Britisch-Honduras, Britisch-Westafrika, Dominica, El Salvador, Fidschi, Gambia, Ghana, Gibraltar, Guernsey, Irland (irisch Scilling), Insel Man, Jamaika, Jersey, Kenia, Malawi, Mosambik, Neuguinea, Neuseeland, Nigeria, Ostafrika, Rhodesien (auch Nord- und Südrhodesien), Somalia, Südafrika, Trinidad, Uganda und Zypern.

    

Schottland, 10 Shillings 1595 des Königs James VI.(1567-1625)