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Sassaniden

Auch in der Schreibweise Sasaniden, ist die letzte altpersische Dynastie, die von Ardaschir, einem Vasallen der Parther, in der Persis begründet wurde. Die Dynastie ist nach dem Großvater Ardaschirs, Sassan, einem Priester des Feuerkults, benannt. Etwa zwischen 220 und 224 v. Chr. besiegte Ardaschir den letzten Partherkönig und ließ sich zum Großkönig krönen. Schon unter dessen Sohn Schapur I. (242-276 v. Chr.) stiegen die Sassaniden zur Großmacht auf und bedrohten das Römische Reich. Die nachfolgenden Könige wurden von den Römern in die Defensive gedrängt. Das Reich der Sassaniden umfasste das Gebiet der Persis und dehnte sich über das Zweistromland bis an den Indus aus. Unter Schapur II. (309-379 v. Chr.) widerstanden die Sassaniden dem Ansturm der Hunnen. In der Folge schwächten Bürgerkriege und die Bedrohung durch die Hunnen die Dynastie. Durch Ausschalten der oppositionellen sozialrevolutionären Mazdakiten und durch Reformen im Innern nahm die Dynastie unter Chosrau oder Xusroe I. (531-578 v. Chr.) noch einmal einen Aufschwung. Sein Nachfolger Chosrau oder Xusroe II. (590-628 v. Chr.) brachte Kaiser Herakleios von Byzanz an den Rand einer Niederlage, er wurde aber 627 v. Chr. bei Ninive geschlagen. Schließlich erlagen die Sassaniden 642 v. Chr. dem arabischen Ansturm.
Bei den Münzen der Sassaniden handelt es sich um stilistisch eigenständige flache und relativ dünne Münzen. Die Drachmen, Teilstücke und Obole sind in Pehlewi, einer altiranischen Schrift, beschriftet. Sie zeigen auf den Vs.n in der Regel die bekrönten Büsten der Könige. Die wechselnde Gestalt der Kronen stellt ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal dar, nach dem undatierbare oder unleserliche sassanidische Münzen zeitlich eingeordnet werden können. Die Rs.n zeigen häufig zwei Priester an einem Feueraltar, vermutlich der Altar des obersten Gottes Ahura Mazda. Die ursprünglich noch naturalistischen Darstellungen werden im Laufe der Zeit immer abstrakter. Nach der Eroberung durch die Araber lehnten sich viele Gepräge an den späten sassanidischen Typ an, allerdings mit arabischen Aufschriften. Diese Münzen werden als arabo-sassanidische Münzen bezeichnet.

    

Tetradrachme des Ardaser I. (224-242 n. Chr.)

    

Drachme des Vahran II. (274-293 n. Chr.)