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Neukreuzer

Bezeichnung der österreichischen Kreuzer, die nach dem Wiener Münzvertrag von 1857 mit den deutschen Zollvereinsstaaten ausgegeben wurden. Der Kreuzer wurde von nun an nach dem Dezimalsystem (in zehn Zehntel) unterteilt und nicht mehr nach dem Duodezimalsystem. Daher wurde die Prägung der 3- und 6-Kreuzer-Stücke aufgegeben. Das Halbstück zeigte die Wertzahl 5/10. Das Münzbild der Kreuzer und ihrer Teil- und Vielfachstücke änderte sich. Die Rückseiten der Neukreuzer zeigen die Wertzahl im Kranz und wurden nicht mehr mit der Wertbezeichnung "KREUZER" beschriftet, sondern waren mit der klassifizierenden Bezeichnung "SCHEIDEMÜNZE" versehen. Der Ausdruck diente nur in der Übergangszeit zur Unterscheidung der neuen Kreuzer von den alten Stücken. Als sich die Bevölkerung an das neue Rechnungssystem gewöhnt hatte, wurden die Stücke wieder Kreuzer genannt.