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Aes grave

Lateinischer Ausdruck, wörtlich „Schwerkupfer“ und „Schwererz“, der die ersten schweren und großen Kupfermünzen Mittelitaliens und Roms bezeichnet. Sie entstanden in den mittelitalischen Gegenden (Apulien, Campanien, Etruskien, Umbrien) wohl um die Jahrhundertwende (4./3. Jh. v. Chr.), in Rom nicht vor 275 n. Chr. Das plumpe, aber schon münzförmig runde Geld wurde gegossen und mit Punkten und Buchstaben als Wertzeichen versehen. Die Grundeinheit dieses Währungssystems war der As, der in Rom im Gewicht eines Pfunds (Libra) ausgebracht wurde (Libralfuß). Der As wurde von den Römern in 12 Unciae (Duodezimalsystem) unterteilt. Die Nominalstufen lauteten: Tressis = 3 Asses (Wertzeichen: III), Dupondius = 2 Asses (Wertz.: II), As (Wertz.: I), Semis = ½As (Wertz.: S), Quincunx = 5 Unciae (Wertz.: 5 Punkte), Triens oder Quatrunx = 4 Unciae (Wertz.: 4 Punkte), Quadrans oder Teruncius = 3 Unciae (Wertz.: 3 Punkte), Sextans oder Biunx = 2 Unciae (Wertz.: 2 Punkte), Uncia (Wertz.: 1 Punkt), Semuncia = 1/2 Uncia (Wertz.: Buchstabe Sigma). Nach ersten Schwankungen festigte sich der Fuß der römischen Asses bald nach der Mitte des 3. Jh. v. Chr. auf ein Gewicht von ca. 273 g (Libralfuß). Um diese Zeit festigte sich auch die Gestaltung der Münzbilder, die nun auf den Rs.n die Prora zeigen. Die Vs.n stellen je nach Wertstufe die Köpfe folgender Götter (Heroen) dar: doppelköpfiger Janus (As), Jupiter oder Saturn (Semis), Minerva oder Merkur (Triens), Hercules (Quadrans), Merkur (Sextans) und Bellona (Uncia). Der Münzfuß wurde schrittweise (sicher sind Libral- und Semilibralfuß) auf den Sextantalfuß abgesenkt, der heute etwa zeitgleich mit der Einführung des silbernen Denars um 211 v. Chr. datiert wird (siehe Sextantal-As). Der Wert des Denars wurde zunächst auf 10 Sextantal-Asse festgesetzt. Nachdem der As auf das Gewicht der "alten" Uncia (Unizalfuß), also auf 27,3 g gefallen war, wurde sein Verhältnis zum Denar neu festgelegt: 16 Asses = 1 Denar. An diesem Wertverhältnis änderte sich auch nichts mehr, als der As im Semiunzialfuß ausgebracht wurde (13,6 g). Die Gewichtsverringerungen verkleinerten die AE-Münzen auf einen Durchmesser, der sie auch für den alltäglichen Umlauf praktikabel machte. Die Verkleinerung erlaubte auch eine verbesserte Münzherstellung und vereinfachte die schrittweise Umstellung vom Guss auf die Prägung.

Triens geprägt 225-217 v. Chr.

Triens geprägt 225-217 v. Chr.

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