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Pfandbrief

Festverzinsliches Inhaberpapier (selten Namenspapiere), das der Finanzierung von Krediten dient. Pfandbriefe werden als Teilschuldverschreibungen gestückelter Anleihen von privaten Hypothekenbanken, öffentlich-rechtlichen Kreditanstalten und Schiffspfandbriefbanken ausgegeben. Die speziellen Vorschriften zur Ausgabe und Deckung von Pfandbriefen sind im Hypothekenbankgesetz (für Hypothekenbanken), im öffentlichen Pfandbriefgesetz (für öffentlich-rechtliche Kreditanstalten) und Schiffsbankgesetz (für Schiffshypothekenbanken) festgelegt. Die ersten Pfandbriefe wurden in Preußen nach Gründung von Landschaften von genossenschaftlich organisierte Realkreditinstituten ausgegeben. Diese Institute zählen zu den Vorläufern der Hypothekenbanken. Nach den beiden Schlesischen Kriegen (1740-42, 1744/45) und dem Siebenjährigen Krieg (1756-1763) gründete sich 1771 eine Schlesische Landschaft, der alle Eigentümer von Rittergütern ab einem Taxwert von 10.000 Talern angehörten. Die Mitgliedschaft war damit nicht nur auf Besitzer von Gütern beschränkt, auf die Pfandbriefe ausgestellt wurden. Die Landschaft gewährte den Rittergütern Wiederaufbaukredite, die sie durch namentlich auf Güter ausgegebene Pfandbriefe finanzierte. Die Haftung übernahm in der Regel der gesamte adlige Grundbesitz der Provinz. Eine Ausnahme stellte das Kur- und Neumärkische Ritterschaftliche Kreditinstitut dar, bei dem die Haftung nur durch die beliehenen Güter übernommen wurden (die Märkische Landschaft entstand 1777). Es folgten die Pommersche Landschaft in Stettin (1781), die Westpreußische (1787) und die Ostpreußische Landschaft (1788), die im Wesentlichen nach dem schlesischen Vorbild funktionierten. Die Schlesische und Ostpreußische Landschaft nahmen 1808 den Preußischen Staat als Domänenbesitzer in ihren Mitgliederkreis auf. Durch den Verkaufserlös der auf die Domänen ausgestellten Pfandbriefe konnte Preußen beträchtliche Mittel zur Zahlung der Reparationsleistungen an Frankreich erwerben. 
Das 1790 in Celle ins Leben gerufene Ritterschaftliche Kreditinstitut des Fürstentums Lüneburg gewährte die Darlehen bereits zweckgebunden und sah eine Zwangstilgung vor. Es folgten der Calenberg-Göttingen-Grubenhagen-Hildesheimsche Ritterschaftliche Creditverein (Hannover, 1825) und das Bremensche Ritterschaftliche Creditinstitut (Stade, 1826), das die Mittel für die Kredite durch Schuld- und Pfandbriefe beschaffte. Der Erbländische Ritterschaftliche Creditverein wurde als erster Kreditverein Sachsens 1844 in Leipzig gegründet. In Süddeutschland war der Württembergische Kreditverein bedeutend, dem neben den ländlichen Grundbesitzern auch städtische Hausbesitzer, Gemeinden und öffentliche Körperschaften des Königreichs Württemberg angehörten. 
Die Realkreditinstitute zahlten den Darlehensnehmer nicht in bar, sondern in Pfandbriefen aus, die Angaben über Betrag, Zinssatz, Fälligkeit enthielten und die beliehene Immobilie genau bezeichneten. Da die Rückzahlung auch über Pfandbriefe getätigt wurde, bot das Pfandbriefwesen in Zeiten eines schwach ausgebildeten Kapitalmarkts die Möglichkeit, die Aufnahme von Darlehen unbar abzuwickeln. Die zinsgünstigen und von der Landschaft unkündbaren Pfandscheine (bis in die 1830er Jahre) halfen vielen Grundbesitzern über die wirtschaftliche Krise hinweg. Erst der eigentlich zur Entschuldung der Großgrundbesitzer 1821 gegründete Kreditverein des Großherzogtums Posen führte das Amortisationsprinzip ein, indem er von den 4% Zins der Schuldner nur 3 1/2% an den Gläubiger weitergab und 1/2% zur Amortisation einbehielt. Damit war die Tilgungsfondhypothek geschaffen, die zunächst bei den Grundbesitzern keine günstige Aufnahme fand. 
Die im zweiten Drittel des 19. Jh.s aufkommenden privaten Hypothekenbanken konnten später zum ersten Mal Pfandbriefe selbst herausgeben und Bardarlehen gewähren. Als sich in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts öffentlich-rechtliche Stadtschaften gründeten und sich das Pfandbriefgeschäft auf die Wohnungsfinanzierung ausdehnte, kam es zu einem Aufschwung. Pfandbriefe zählten zu den ersten Wertpapieren, die im späten 18. Jh. an der Berliner Börse gehandelt wurden.

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