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Kupfer

Metallisches Element mit dem chemischen Zeichen Cu (vom lat. cuprum) mit der Dichte von 8,9 g/cm³ und einem Schmelzpunkt von 1083 °C. Das rötlich glänzende, zähe Buntmetall besitzt gute Leitfähigkeiten in Bezug auf Wärme und Elektrizität. Es besitzt die doppelte Härte von Silber und die dreifache des Goldes. Obwohl es in der Natur auch gediegen vorkommt (USA, Australien, Chile), findet es sich doch vorwiegend in mineralischen Verbindungen in Form sulfidischer und oxidischer Erze, die wichtigsten sind Kupferkies, Kupferglanz, Kupferlasur, Kupferschiefer, Bunt- und Rotkupfererz und Malachit. Die größten Lagerstätten finden sich in den USA, Kanada, Russland, Chile, Peru, Südafrika, Sambia und Zaire. Unter bestimmten Umweltbedingungen entsteht  Grünspan, nicht zu verwechseln mit der  Patina, die Kupfer nach langer Zeit in Form eines zweiten Mantels ausbildet. 
Das Kupfer war den Menschen schon in vorgeschichtlicher Zeit bekannt und wurde seit dem 6. Jahrtausend v.Chr. vor allem zur Härtung der Spitzen und zum Schneiden von Waffen genutzt. In der Antike stammte das Kupfer von der griechischen Insel Chalkis (altgriech. Chalkos = Kupfer) bzw. von Zypern (altlat.: Aes cyprium = Kupfer). Das Kupfer des Römischen Reichs stammte vorwiegend aus Spanien, Äthiopien und von der Sinaihalbinsel. Im Mittelalter verlagerte sich der Schwerpunkt des Erzbergbaus vom maurischen Spanien nach Zentraleuropa. Im 10. Jh. begann der Abbau am Unterharz (Rammelsberg), im 12./13. Jh. in der Mansfelder Mulde, an den Südhängen der Niederen Tatra, Kuttenberg, Kupferberg (Schlesien), im schwedischen Falun, sowie in der Toskana. Der Niedergang des Kupfer- und Silberabbaus im 14. Jh. führte zur Edelmetallknappheit zum Ende des 14. und zu Beginn des 15. Jh.s. Mit dem Auffinden stark silberhaltiger Fahlerze in Tirol, Böhmen und im Erzgebirge und mit der Nutzung des Abdarr- und Seigerverfahrens nahm der von der Nürnberger Kaufmannsfamilie  Fugger finanzierte Montanbereich einen Aufschwung, der zu Beginn des 16. Jh.s sogar zu einer Überproduktionskrise führte. Vor allem durch die gestiegene Nachfrage erreichte das in deutschen Hütten produzierte Kupfer eine bedeutende Stellung auf dem Weltmarkt. Die nachlassende Produktion führte zu erheblichen Preisanstiegen des Kupfers, bis zur Eröffnung neuer Kupferbergwerke im letzten Drittel des 16. Jh.s, vor allem in den Ostalpen und in Schweden. Zu der bestimmenden schwedischen Stellung im 17. Jh. traten norwegische Kupferbergwerke und japanische Einfuhren. Im 18. Jh. traten russische Erzeugungen aus dem Ural und Kaukasus zu der gegen Ende des 18. Jh.s bestimmenden Kupferproduktion Großbritanniens (Wales, Cornwall). Im 19. Jh. wurde die überseeische Kupferproduktion immer bedeutender, vor allem in den USA (Copper Harbour/Michigan, Anaconda/Montana, Bingham/Utah), in Kanada (Sudbury/Ontario), Chile, Peru und Australien. In Europa erreichte die Wiederaufnahme des alten Kupferabbaus in Südspanien (Rio Tinto) im ausgehenden 19. Jh. einen kurzfristigen Höhepunkt. Im Zuge der Industrialisierung des 19. Jh.s benötigte die Elektro- und später die Automobilbranche größere Mengen an Kupfer, die im ersten Drittel des 20. Jh.s vor allem vom Copperbelt im Grenzgebiet zwischen Sambia und Zaire stammten.

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