Das große Münzen-Lexikon

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Etschkreuzer

Ursprüngliche Form des  Kreuzers, der als kleine Groschenmünze seit 1271 unter Meinhard II. von Görz-Tirol in Meran geschlagen wurde. Seine Vs. zeigt ein Doppel- oder Radkreuz aus zwei verschieden großen, gleichschenkligen Kreuzen mit der Umschrift MEINHARDUS, auf der Rs. einen heraldischen Adler mit der Aufschrift COMES TIROL. Nach  Schrötter blieb das Gepräge bis 1363 unverändert. Zeitgenössisch wurde der Etschkreuzer aber nach seinem Wert von 20 Bernern oder Pernern als  Zwainziger (lat. Vigintiarius oder Vigintinus) bezeichnet und in Oberitalien Tirolino (lat. Grossus Tirolinus) genannt. Der Name Kreuzer entstand erst mit seiner Ausdehnung in Süddeutschland gegen Ende des 14. Jh.s.

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