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Coadjutor
Wenn Bischöfe oder Erzbischöfe durch Krankheit, Gebrechlichkeit oder sonstige Umstände an der Ausübung ihres Amtes verhindert waren, konnte das Domkapitel einen Coadjutor wählen, der die episkopalen Aufgaben übernahm. Diese Praxis war vor allem im Spätmittelalter gebräuchlich, meist war der Coadjutor auch der designierte Nachfolger für den Bischofsstuhl. Beispielsweise übernahm Erzbischof Kuno von Trier (1362-1388) noch zu Lebzeiten des Kölner Erzbischofs Engelbert 1366 für zwei Jahre als Coadjutor die Aufgaben des Erzbischofs von Köln. Die Goldgulden aus der Münzstätte zu Deutz sind zwischen 1366 und 1368 mit dem Titel Coadjutor versehen, später mit dem Titel Administrator und Vicarius.
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