Das große Münzen-Lexikon

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Brakteaten

Numismatischer Sammelbegriff für die aus dünnem Blech (lat. bractea) und nur einseitig geschlagenen Silberpfennige aus dem Mittelalter. Der Ausdruck wurde erst im 17. Jh. gebräuchlich; in den grundsätzlich lateinisch abgefassten Urkunden ihrer Zeit (12./13. Jh.) wurde der einseitige Pfennig, ebenso wie der zweiseitig geprägte Pfennig, als  Denarius oder  Nummus bezeichnet. Sie wurden nach ihrem Material auch als Blechmünzen, seit dem 14. Jh. als  Hohlpfennige (siehe auch  Hohlmünzen) bezeichnet, im Gegensatz zur Bezeichnung  Dichtmünzen für die zweiseitig beprägten Stücke.
Ihre Entstehung geht auf eine Münzverschlechterung nach den Bürgerkriegen Heinrichs IV. (1056-1106) zurück, die als Zwischenform Dünnpfennige, sog.  Halbbrakteaten, hervorbrachte. Sie wurden auf zunehmend breiten und so dünnen Schrötlingen geprägt, dass die Prägung der Unterseite sich auf der Oberseite abdrückte und umgekehrt. Da das Münzbild nicht mehr zu erkennen war, ging man zur einseitigen Prägung über. Die dünngehämmerten, breiten Schrötlinge wurden auf weichen Unterlagen (z.B. auf Leder, Blei oder Pech) einseitig geschlagen, vermutlich mit dem hochgeschnittenen Relief eines Oberstempels. Verschiedene Varianten (bis zu 50 mm) gestatteten den Stempelschneidern einen größeren Gestaltungsraum, auch die Erweiterung der technischen Möglichkeiten bot freiere künstlerische Arten der Darstellung. Aufgrund der vielen Münzverrufungen entstand eine Vielzahl kunstgeschichtlich bedeutender Stücke. Daher sind die Brakteaten von großer kunsthistorischer Bedeutung im Rahmen der mittelalterlichen Numismatik. Ihre Blütezeit erreichte die Brakteatenprägung zwischen 1150 und 1230.
Von ihren Ausgangsgebieten in Thüringen, Niedersachsen und Meißen im frühen 12. Jh. verbreiteten sich die romanischen Kleinkunstwerke über das benachbarte Böhmen und Mähren bis nach Ungarn, über Brandenburg, Pommern, Schlesien, Sachsen und die Lausitz bis nach Polen. Nördlich verbreiteten sie sich über Holstein bis nach Dänemark, im Westen bis an die Weser. Im Süden breiteten sie sich in Hessen und der Wetterau bis in den Odenwald aus. Getrennt davon entstanden in Süddeutschland zwei eigenständige Brakteatenprägungen: Die Augustenses um Augsburg und Donauwörth und die Prägung Constancienses ( Bodenseebrakteaten), die bis in die Schweiz und Österreich ausstrahlte. Einzig im Elsass, Rheinland, der Pfalz und Westfalen, die zu den wirtschaftlich entwickeltsten Gebieten des Deutsch-Römischen Reichs dieser Zeit gehörten, konnten die Brakteaten keinen Fuß fassen, möglicherweise wegen ihrer häufigen Verrufungen.

Brakteat des Grafen Walter II. von Arnstein

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